|
KONTAKT

Christian Gaca

Wichertstraße 39

10439 Berlin


Fon 030 / 94889419

Mobil 0171 / 1900449

christian.gaca@zockt.com

» FÄHIGKEITEN

» LEBENSLAUF

» ARBEITSPROBEN

» ZEUGNISSE
|
 |



|
|
| » ARBEITSPROBEN » FEATURES » WELTWIRTSCHAFT WANKT - DROHT REZESSION? |
| |

Weltwirtschaft wankt - droht
Rezession? von Christian Gaca,
meOme-Redaktion
 (12.
September 2001) Börsen im freien Fall, überall auf der Welt.
Die unbegreiflichen Terror-Attacken gegen die USA sorgen für
große Verunsicherung der Wirtschaft. Steuert die Welt in eine
Rezession?
 Es ist hart, zynisch vielleicht, nach derart unbegreiflichen Terroranschlägen zum
Tagesgeschäft überzugehen. Die unzähligen Toten in New York,
Washington und Pennsylvania lassen wirtschaftliche Belange
sehr unwichtig erscheinen. Nichtsdestotrotz: Seit dem 11.
September 2001 warten weltweit die Analysten und Anleger
verunsichert auf Signale der momentan quasi außer Gefecht
gesetzten Volkswirtschaft der Vereinigten Staaten.
 Zwar versicherte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed),
dem US-Bankensystem vor dem Hintergrund der Terroranschläge
zusätzliche Liquidität bereitzustellen, sofern dies nötig
werden sollte. Die Fed sei zudem voll funktionsfähig und in
der Lage, zusätzliche Liquiditätserfordernisse zu bedienen.
 Aber: Seit nunmher zwei Tagen sind die Grundfesten der
US-Wirtschaft erschüttert. Die Finanzwirtschaft steht still,
kein einzige Aktie wird gehandelt. Auch der zivile
Flugverkehr, wirtschaftlich von zentraler Bedeutung, ruht seit
Dienstagnachmittag. Ob er am Mittwochmittag (New Yorker Zeit)
wieder aufgenommen wird, ist noch unklar. Die wirtschaftlichen
Folgen des Terroranschlags sind derzeit noch unabsehbar. Laut
werden Befürchtungen, dass der Weltwirtschaft nun ein
Rezession droht.
 Nach panikartigen Verkäufen ist die Börse in Tokio am
Mittwoch auf den tiefsten Stand seit über 17 Jahren gefallen.
Der Nikkei schloss unter 10.000 Punkten. Das wichtigste
Barometer der asiatischen Leitbörse verlor im Tagesverlauf 6,6
Prozent und schloss bei 9610,10 Zählern. Am Dienstag hatte es
bereits in Europa einen Börsen-Crash gegeben - der Deutsche
Aktienindex (Dax) stürzte um über neun Prozent. Am härtesten
betroffen waren Aktien von Fluggesellschaften und
Versicherern. Am heutigen Mittwoch verzeichneten die
europäischen Börsen vormittags vielerorts ein deutliches Plus,
drifteten aber zum Nachmittag wieder in Minus. Zum Abend hin
tendierten fast alle europäischen Börsenplätze wieder ins
Plus. Deutsche Aktienhändler kritisierten die Entscheidung der
Deutschen Börse, den Aktienhandel am Mittwoch fortzusetzen. In
Deutschland bleibt momentan nur der Handel mit US-Wertpapieren
weiter ausgesetzt.
Längerfristige Konsequenzen möglich - EZB will
helfenDer Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim
Duisenberg, schloss längerfristige Konsequenzen auf die
Finanzmärkte nicht aus. Es sei allerdings noch zu früh zu
sagen, welche Konsequenzen dies sein könnten, sagte Duisenberg
am Mittwoch in Brüssel. Für Europa seien die Folgen aber eher
begrenzt, eine Rezession der Weltwirtschaft erwarte er nicht.
Die EZB hat zudem eine mögliche Stützung der internationalen
Finanzmärkte nach den Terroranschlägen in den USA zugesagt.
 Commerzbank-Chefvolkswirt Ulrich Ramm erwartet keinen
dauerhaften Börsen-Crash. "Unabhängig davon, wie die USA auf
die Terroranschläge antworten, zählen an der Börse politische
Ereignisse meist nur begrenzte Zeit", sagte Ramm in einem
Interview des Wirtschaftsmagazins Focus
Money. Auch Börsenexperte Gottfried Heller rechnet nicht
mit einer Weltwirtschaftskrise. Die Notenbanken in den USA,
Europa und Japan würden die Märkte mit Liquidität fluten,
sagte Heller in einem dpa-Gespräch. Dies werde zunächst die
Börsen und später auch die Wirtschaft beflügeln.
 Dass die US-Wirtschaft als Folge des Terror-Attacke in eine
Rezession gehen wird, prognostizierte Sung Won Sohn, Chief
Economist der Bank Wells Fargo & Co. in einem Gespräch mit
der US-Tageszeitung Washington Post. Andere Banker indes sehen
nicht so schwarz wie Sohn, glauben aber wohl auch deutlich
negative Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Zu den Sektoren,
die am härtesten von den Geschehnissen betroffen sein dürften,
rechnen die Analysten Fluggesellschaften, Versicherungen, das
Hotelgewerbe, die Freizeitindustrie und den Einzelhandel. Der
weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück etwa rechnet im Zuge
der Terror-Attacke mit einer hohen finanziellen Belastung. Der
Konzern ist an der Feuerversicherung des World Trade Centers
beteiligt. "Die Schadensbelastung für die Gruppe kann
erheblich sein“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch in München.
Allein für die mit dem Zusammenbruch der Bürotürme
zusammenhängenden Schäden rechnen die Experten mit Kosten von
rund fünf Milliarden US-Dollar.
Investmentfonds setzen Handel ausDer Generalsekretär
der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), Ali
Rodriguez, sicherte bereits am Dienstagabend zu, dass die
Erdölförderländer die Märkte auch weiterhin ausreichend mit Öl
versorgen werden. Die OPEC sei darauf vorbereitet, ihre
Produktionsreserven einzusetzen, falls dies nötig sei. Der
Ölpreis war zwischenzeitlich um bis zu vier US-Dollar auf 31
US-Dollar je Barrel (159 Liter) in die Höhe geschossen, aber
nach den Äußerungen von Rodriguez wieder um zwei Dollar
zurückgegangen.
 Auch zahlreiche nationale und internationale
Fondsgesellschaften reagierten auf die Ereignisse und stellen
die Festsetzung
der Preise für die Aus- und Rückgabe von Fondsanteilen
ganz oder zumindest teilweise ein. Die fehlende
Preisfeststellung bedeutet, dass es momentan nicht möglich
ist, Fondsanteile über eine Fondsgesellschaft zu erwerben oder
zu veräußern. Der BVI Bundesverband Deutscher Investment- und
Vermögensverwaltungs-Gesellschaften e. V., Frankfurt, ließ am
Mittwoch verlauten, dass dies in vollem Einvernehmen mit dem
Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) geschieht. Es
sei jedoch keine Anordnung des BAKred. Vielmehr sei die
Entscheidung jeder einzelnen Fondsgesellschaft freigestellt.
 Wann die New York Stock Exchange ihren Betrieb wieder
aufnimmt, ist zurzeit noch unklar. Sicher ist: Es wird auch am
Mittwoch keine Aktie gehandelt werden. Finanzexperten gehen
nach Angaben des US-Fernsehsenders CBS aber davon aus, dass
die Märkte morgen wieder geöffnet werden.
 Was bleibt nun? In einem Artikel auf der Website des
"Wallstreet Journal" brachte es Gunther K. Buerman, Manager
einer Firma mit Sitz im World Trade Center, auf den Punkt:
"Right now, for all of us, people are first, business is
secondary." Im Moment kommen zuerst die Menschen, dann das
Geschäft, für jeden von uns.
Veröffentlicht bei "meome.de", September 2001 | Link zu Online-Artikel: www.meome.de
|
|
| |
|